22.02.2019: Stellungnahme zu den Vorfällen im Waldstadion

Hallo EFCler,

es ist schade, dass unser großartiger, historischer Erfolg im Europapokal überschattet wird durch eine Geschichte, die so etwas von unfassbar ist, dass man sie nicht einfach nicht für möglich halten kann.

Die Geschichte geht so:

Es steht ein großartiges Spiel im Europapokal an, eines der wichtigsten in der jüngeren Vereinsgeschichte, die ganze Region ist ?heiß? auf das Spiel und der etwas leutselige Präsident beschreibt in seiner Euphorie etwas blumig ?Das Stadion wird brennen?. So weit so gut. Hat der Vereinspräsident ja auf Nachfrage erklärt und überhaupt war jedem klar, dass nichts wirklich brennen wird. Jetzt haben wir einen Innenminister, der eine Fixierung auf ein Thema hat, der sieht das als Aufruf zur Gewalt an und erwirkt einen Durchsuchungsbeschluss für die Fankurve dieses Stadions. Es geht nicht um Verhinderung von Straftaten, Pyrotechnik ist nach wie vor eine Ordnungswidrigkeit, auch wenn dieser Innenminister gerne in die Geschichtsbücher eingehen würde, daraus ein Kapitalverbrechen zu machen. Die Polizei kommt daher mit Spürhunden und allem und findet natürlich nichts. Überraschung. Ja, es war zu erwarten, dass nichts gefunden wird. Die Fans lassen das über sich widerstandlos ergehen. Aber wenig sauer sind sie doch und malen ein Transparent, keine große Literatur aber auch nicht wirklich beleidigend. Mit einem Schlagstockeinsatz wird dieses Transparent entrissen und zerstört, der Innenminister könnte sich ja beleidigt fühlen. Es gibt Verletzte. Jetzt sind die Fans richtig sauer und räumen eine Mega-Choreo ab, die alle mit offenem Mund hätte staunenlassen. Der Polizeisprecher stellt sich dann hin und sagt treudoof, dass sie das wegen ihnen nicht hätten machen müssen, sie hätten das nicht angeordnet. Der Innenminister gibt tags darauf eine Pressekonferenz, dies alles hätte ja nur der Gefahrenabwehr gedient.

Wenn man jemand eine solche Geschichte erzählen würde und dann auch noch sagt, sie ist wahr, was würde man als Reaktion bekommen? Schallendes Gelächter oder ungläubiges Kopfschütteln?

Sie ist so passiert gestern und heute zu Frankfurt am Main und Wiesbaden.

Es war allen, die sich ein wenig mit der Sache beschäftigen, klar, dass gestern nichts, aber auch gar nichts abbrennen wird. Wir sind auf Bewährung, wir wollen alle nach Baku, es wurde vorher von allen Beteiligten klar kommuniziert, dass das heute ein ganz einfaches Spiel wird. Es wurde von allen gesagt, wenn man gewollt hat, hätte man es hören und verstehen können.

Man wollte nicht.

Herr Beuth meinte heute in seiner Pressekonferenz, diese Polizeiaktion war nötig zur Gefahrenabwehr. Seine Gefahrenabwehr hat uns zwei ernsthaft Verletzte in Behandlung (Lendenwirbelbruch und Handgelenksbruch) sowie weitere Blessuren beschert.

Beuth und seine Truppe sind eine Gefahr für Leib und Leben, nicht wir!

Er hätte es besser wissen können, er wollte es nicht besser wissen.

Herr Beuth scheint ja mit Fußballfans eine Obsession entwickelt zu haben. Nicht, dass er nicht wirklich Arbeit hätte, von der Nazi-Zelle in der Frankfurter Polizei, von Fortschritten bei der Ermittlung hört man da auch nichts.

Wir vermuten, das hängt mit der Geschichte um das Aufenthaltsverbot in Darmstadt zusammen. Wir haben damals als Bürger unsere Rechte wahrgenommen und in allen Punkten Recht bekommen. Ihn hat es wohl in seiner Ehre gekränkt, das war unbotmäßiges Betragen der Untertanen, dafür muss das Pack die Knute spüren.

Seitdem läuft er mit irrwitzigen Ideen wie Haft für Pyro durch die Gegend und erntet auch bei seinen Innenministerkollegen nur Kopfschütteln dafür. Und da es da nicht voran geht, muss halt hier was passieren. Das fing schon mit Schikanen rund ums Dortmund-Spiel an und hatte gestern seinen bisherigen Höhepunkt. Und dann stellt er sich vor die Presse und faselt von Gefahrenabwehr wo es keine Gefahr gibt, seine Leute selbst die Gefahr darstellen.

Okay, wir wissen Bescheid, seine Botschaft ist bei uns angekommen. Wir und Peter Beuth, wir werden keine Freunde mehr. Und wenn er uns blöd kommt, dann machen wir ein richtiges Thema daraus, dann wird es nicht seine letzte peinliche Pressekonferenz zu dem Thema gewesen sein.